Offene Ohren - ein Podcast über Musik und Perspektiven

Offene Ohren - ein Podcast über Musik und Perspektiven

Transkript

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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen im Podcast Offene Ohren.

00:00:08: Ich bin Eva Moarlang, ich spreche in dieser Folge mit Burak Östemir.

00:00:12: Er ist Fagotist und künstlerischer Leiter des Assembles Musica Sequencer das alte Musik spielt und die oft mit verschiedenen anderen Epochen- und Musikstilen aus der ganzen Welt kombiniert.

00:00:24: Ich habe ihn im Oktober in Berlin getroffen, kurz nach der Premiere seines neuen Programms mit Musiker Sequencer.

00:00:30: Wir haben darüber gesprochen wie er dazu gekommen ist die Konzertformate so zu gestalten wir es heute typischerweise macht und auch immer wieder neu experimentiert mit verschiedenen Formen der Bühngestaltung und Bewegung im Raum.

00:00:44: Und wir sprechen in dieser Folge auch über den Film Identity basierend auf dem Roman von Mito Sanyal, zudem er nämlich die Filmmusik geschrieben hat.

00:00:54: Also viel Spaß beim Hören!

00:00:56: Lieber Burak vielen Dank dass ich bei dir zu Gast sein darf.

00:00:59: Sehr gerne.

00:01:00: In deinem schönen Arbeitszimmer.

00:01:02: Herzlich willkommen.

00:01:03: Es

00:01:03: ist sehr bequem hier und wir trinken Ingwer-Tee und haben es uns gemütlich gemacht?

00:01:08: Das stimmt.

00:01:09: Ist ein wunderschöner Herbsttag so richtig sonnig und klirren kalt schon Und gestern hattest du ein schönes Konzert in der Emmauskirche, Kreuzberg.

00:01:19: Ein Augmented-Konzert?

00:01:22: Genau!

00:01:22: Darüber wollen wir jetzt ein bisschen sprechen und dann auch noch über viele andere Dinge, die mich einfach interessieren an deiner künstlerischen Arbeit.

00:01:30: Aber ich würde sagen, wir fangen mit den Eindrücken von gestern Abend an.

00:01:35: Was wir erlebt haben war ein KonzERT was ein bisschen mehr als eine Stunde ging mit Musik aus verschiedensten Epochen, von Tausendvierhundert bevor Christ bis zu einem Stück von dir zeitgenössisch und auch einem zeitgenöstischen türkischen Komponisten.

00:01:53: Und dann vielen Komponentinnen eigentlich aus der Barockzeit – und auch Monteverdi Bach dazu Tanz Und überhaupt auch viel Nutzung des Raums.

00:02:07: Also ihr seid überhaupt reingekommen beim ersten Stück, habt euch bewegt auch zwischendrin bei den Stücken, habt ihr die Position verändert und das Publikum konnte auch um euch rum sitzen?

00:02:19: Wie bist du auf diese konzeptionelle Idee gekommen... dieses Programm so zusammenzustellen.

00:02:24: Also zu diesem Aspekt der Bewegung vielleicht komme ich später auch noch, weil das habe ich schon bei vielen deiner Programme erlebt wie auch der Raum genutzt wird.

00:02:32: und aber jetzt speziell zur Zusammenstellung dieses Repertoirs vielleicht.

00:02:36: und diesen teilweise sehr unbekannten Baroque-Komponistinnen Wie bist du darauf gekommen?

00:02:43: Ich bin in diesem Tracklist lange gelebt Und das optimiert inspiriert hat, war nicht ihre Zeit sondern ihre Unmittelbarkeit.

00:02:59: Wenn wir über eine Hymne reden die knapp viertausend Jahre alt ist in dem Moment das wir es heute auffüllen ist diese Zeit dann eben nicht mehr eine Rolle spielt sondern was dieses Lied mit uns macht.

00:03:12: und genau dieses Gefühl war mein Ausgangspunkt.

00:03:15: Was machen diese Lieder mit uns Heute?

00:03:18: Mit den Menschen die heute leben wie ich und meinem Publikum.

00:03:23: Daher ist die Zeit in dem Zusammenhang gar nicht ein Thema.

00:03:28: Zu Deiner Frage, Frauenkomponistenen So einem Werk, der Kulturgeschichte der Menschheit greift, konnte ich nicht die Frauenkcomponistinnen als eine Fußnote behandeln, obwohl in ihren eigenen Zeiten ihre Arbeitsplätze, Performance-Räume sehr begrenzt waren sind sie jedoch ein ganz großer Teil dieser Geschichte.

00:03:58: Und wenn man über Monteverdi redet und ihm als seht, okay hier beginnt wirklich die Musik, die menschliche Gefühle auszudrücken öffnet Titüren für die Opa und die Musik dann sich mit menschlichen Gefühlen beschäftigt.

00:04:14: Leidenschaft Verlust Hass Neid Liebe Bei diesen Frauenwerken siehst du den auch.

00:04:23: Und deswegen, wenn man dies zusammen an einem Abend erlebt dann hat man vielleicht eine andere Perspektive auch dem unterwerte.

00:04:32: Letztendlich wollte ich nicht einzelne Fenstern öffnen.

00:04:36: Ich wollte dabei jetzt nicht ein einzelnes Fenster öffnet.

00:04:39: Ich wollte viele Fenster gleichzeitig öffneten und genau deshalb in dieser Franck-Komponistin.

00:04:46: Es hat sich auch so angefühlt, weil es eigentlich einfach so einen totalen Flow durch das ganze Programm gab.

00:04:52: Also ich finde die Dramaturgie hat auch sehr gut funktioniert, dass alles in einem Fluss war und man jetzt keine so dollen Kontraste gespürt hat von wie alt ist dieses Stück oder aus welchem Land?

00:05:03: Sondern es ist alles sehr gut ineinander geflossen!

00:05:06: Und es gab was ich ja eben vergessen habe zu sagen auch noch Texte dazwischen Teilweise Texte, die einfach nur so gelesen wurden.

00:05:13: Und teilweise waren es dann auch die Texte des Musikstücks oder?

00:05:17: Kannst du dazu noch was sagen wie ihr das ausgewählt habt?

00:05:19: Ja

00:05:20: also die Texten natürlich wegen der Domoturgiesorum entschieden worden.

00:05:26: aber die Menschen die diese Texte hinterlassen haben da und das zum Beispiel Dante ist als Person für mich in vielen Werken von mir wichtig darunter auch in unserem Inferno.

00:05:40: widmen wir mal das Projekt und Dante.

00:05:42: Und zwar eher aus Florenz, aus dem Haus Bargello.

00:05:48: Heute zur Zeit in Florenz ist es das berühmteste und wichtigste Museum für Renaissance Bronson Skulpturen.

00:05:56: Aber damals im Zeiten von Dante war das ein Gefängnis und aus diesem Haus muss da ein Exil gehen.

00:06:02: Er musste nicht nach exil gehen.

00:06:03: er musste entweder nach exel gehen in Italien sein Land, seine Heimat verlassen und seine Menschen.

00:06:09: Oder er musste aufhören zu denken um diese Ideen auszudrücken zu schreiben und zu kommunizieren.

00:06:16: Er hat gesagt okay wenn das der Fall ist dann exil!

00:06:20: Und das ist für mich eine sehr starke Aussage und das kennt keine Zeit.

00:06:25: Deswegen ist es Panorama deswegen ist da auch mit dabei weil dieser Haltung ist ein Widerstand dass wir heute davon sehr viel lernen müssen in den Realitäten, wie ihr gerade ist.

00:06:41: Ja und eine gewisse Form des Widerstands haben bestimmt auch viele andere zum Beispiel die weiblichen Komponisten in dem Programm gelebt, indem sie überhaupt Kunst geschaffen haben.

00:06:53: und auch wenn von ihnen vielleicht keine autobiografischen Texte überliefert sind kann man sich aber so ein bisschen zusammenreimen das Sie auch bestimmte inneren Kämpfe hatten und dann auch sich selber behauptet haben um die Kunst überhaupt weiter zu machen und dass sie dann auch jetzt noch auffindbar ist.

00:07:09: Absolut!

00:07:10: Ich fand, ich habe mich auch mit Barock-Komponistinnen schon einigermaßen beschäftigt.

00:07:15: Und Barbara Strozzie kenne ich natürlich Katschini, die auch im Programm vorkam.

00:07:22: Neu war aber für mich Bianca Maria Meda.

00:07:27: Besonders das eine Stück ... Wie hieß es, was ihr als Zugabe gespielt habt?

00:07:30: Spirate

00:07:31: Ja, wahnsinnig toll.

00:07:32: Das hattet ihr ja auch mit Perkussion dadurch.

00:07:34: Also es ist ein Mega Drive und war also ein absolutes Highlight für dich sagen und so auf dem gleichen Niveau wie Barbara Strozzi finde ich.

00:07:42: Wie bist du denn auf sie gestoßen?

00:07:46: Tatsächlich der Untertitel Donna D'Amore von diesem Panorama stammt aus Alleinstehendes Stück.

00:07:53: Donna D'more haben wir als Musiker Sequencer Vierundzwanzig als Auftragsbestellung von Heinrich Schützhausen-Weißenfels bekommen.

00:08:02: Und da wollte ich nicht Lazy werden und dann mit den Frauenkomponisten arbeiten, die ich schon kenne oder schon aufgeführt habe und dann schnell zu dem abgeschlossenen Tracklist kommen sondern ich wollte wirklich das als eine Chance geben.

00:08:19: vielleicht dass es für mich auch die Gelegenheit jemandem neuen zu entdecken.

00:08:25: Dadurch hab' ich sie entdeckt!

00:08:26: Ich war genau wie du wahnsinnig bewegt wie sie notiert.

00:08:33: Die ist zum Teil religiösen Kontext, aber dabei sehr tanzorientiert, sehr präzisen Rhythmen und sehr aufgelockert... ...und zeitlos!

00:08:49: Und das war für mich damals schon in Vierundzwanzig bei unseren Dona d'Amore eine große Entdeckung.

00:08:54: und bei diesem Projekt wenn wir die Frauenkomponisten nach Raum machen musste sie auch unbedingt an Bord sein.

00:09:00: Genau wie die Cassia Sie sagt, I hate silence when it's time to speak.

00:09:06: Das für mich ist so was von heute.

00:09:10: Das ist jetzt!

00:09:11: Wir reden heute so aber Kassier ist ja in Aktenalzehn geboren und in Aktonalfünfundsechzig gestorben.

00:09:18: das sollte die Zeit inzwischen sein dass es eine bisantinische Gedicht.

00:09:24: so beginnt ihr Arbeit.

00:09:27: Und das für mich kennt auch die Zeit nicht.

00:09:31: Und wie bekannt ist Kasia so?

00:09:34: Also ich hatte das so entfernt schon mal gehört, aber ist sie in der türkischen Kultur irgendwie bekannter?

00:09:42: oder ist es auch eher jetzt noch eine neue Entdeckung dass man Frauen aus einer weit vergangenen Zeit wieder hoch holt.

00:09:50: Es wäre natürlich ein bisschen überzieht wenn ich sage die Welt kennt Kasia durch meine Arbeit und natürlich ist sie bekannt.

00:09:56: Aber ich glaube dieser Art umzugehen mit ihren Werken, mit anderen Komponisten in Dialoge zu stellen oder meine Zwei-undzwanzig Cassia Opa die wir in Deutschland groß getourt haben.

00:10:12: Ganz Endzeit von der Pandemie.

00:10:14: das war ein Ein- und Zwanzig zwanzig Kultur-Saison Das große Projekt von mir.

00:10:21: Natürlich finde ich essentiell dass so eine Protokonistin in heutigen Kultursine eine große Stimme hat und dass wir auch nicht unterschätzen, dass die Frauen durch Widerstand sehr viel erreicht haben.

00:10:43: Was passiert bei Cassia ist?

00:10:44: Sie kommt aus einer wohlhabenden Familie und hatte eventuell die Chance, die damalige Emperor zu heiraten wozu sie nein sagt und die Gesellschaft darunter ihre auch Familie verlässt, und einen Frauenkloster gründet.

00:11:03: Und dort unter kreativen Menschen lebt anderen Frauen, die auch Musik machen, Komponieren zusammenkochen, Gedichte schreiben – und sie hat selber gespielt und gesungen – und eben diese wunderbare Musik

00:11:18: hinterlassen.".

00:11:20: Das ist schon mal eine sehr starke Aussage finde ich.

00:11:23: Absolut, absolut!

00:11:24: Alleine diese Lebensdinge.

00:11:25: Ja es kann man einfach so stehen lassen ja... Ich nehme auch noch mal einen Schluck von meinem Tee Was sich auch bemerkenswert fand gestern und auch schon bei einem anderen Konzert von dir in Berlin was ich erlebt habe die das Publikum was du anziehst ist wahrscheinlich so das Publikum was sich alle Development Abteilungen von Konzerthäusern in Deutschland wünschen aber nicht schaffen.

00:11:47: So super gemischtes alte BpoC Queer people, also openly queer würde ich sagen und einfach so ganz schöne familiäre Atmosphäre und wirklich sehr divers.

00:12:02: Und man hat das Gefühl du kennst vielleicht auch viele von denen persönlich oder dein Ensemble kennt sie persönlich.

00:12:09: Was ist das für eine Community und wie hast du die aufgebaut hier in Berlin?

00:12:13: Abgesehen davon, dass du natürlich international total viel tuest.

00:12:16: Aber das Berliner Publikum ist doch bestimmt dann auch ein Spezielles oder?

00:12:19: Absolut!

00:12:20: Also erstens wird ab diesem Jahr bin ich in meinem Leben länger in Berlin gelebt als in Istanbul meine Heimat.

00:12:29: Jetzt wendet die Zeit und ich bin dann länger berliner als istambulär.

00:12:35: Also daher natürlich, dass es über die Jahre entstanden und wir haben... also unsere Fans sind unserer Familie.

00:12:41: Da wir auch in Berlin sitzen und hier ganz normal unter Menschen zusammen leben Und wir sind auch sehr sozial Wir treffen uns.

00:12:50: Ich besuche auch mal die andere Aufführungen von Kollegen sehr gerne und wenn ich in Berlin bin um die Zeit habe Ich bin interessiert.

00:12:57: Ich fütter mich ganz gerne kulturell in Berlin.

00:13:01: Es ist eine sehr spannende Stadt.

00:13:05: Es ist auch sehr wichtig, dass natürlich es gibt sehr viel Konkurrenz.

00:13:09: Berlin bietet sehr viel an aber es ist gleichzeitig für mich ein großer Privileg in so eine Stadt zu leben wo drei Oppenhäuser angibt.

00:13:16: wir haben wunderschöne Berliner Philharmonie und Konzerthaus Berlin diese ganzen Konzertkirchen oder die ganzen Performance Orte wie Radialsystem, Sofiensäle und andere.

00:13:29: Diese Fanbase ist in Berlin natürlich sehr anderes, aber das ist ein bisschen wie in Istanbul.

00:13:34: Das hat etwas mit diesem Heimat zu tun.

00:13:37: Wenn wir in Istanbul aufhören, ist es auch mal so... Da sieht man sehr viele bekannte Gesichter.

00:13:42: Vielleicht habe ich damals zusammen studiert.

00:13:44: Die wollen mal sehen was sich heute noch zu tun.

00:13:46: oder alte Freunde und Familie natürlich interessieren sich an unseren Werken.

00:13:51: Aber in Berlin ist es also auch einmal so Wie du sagst Wir sind ja wo unsere Arbeit ist dann spielen wir mal vielleicht einen in Kanada eine Tour oder jetzt gehen wir mal nach Asien, was war ich innerhalb Europa?

00:14:04: Jedes Mal wenn wir die Chance haben, etwas in Berlin zu zeigen kommen natürlich unsere Community auch dann mit.

00:14:10: Und ist das auch so ein bisschen dein Testpublikum.

00:14:13: also es war ja gestern quasi so ne Pre-Premiere.

00:14:17: Wie holst du dir dein Feedback ein und was machst du daraus?

00:14:20: Da wir uns auch untereinander gut kennen, ist es für mich natürlich ein Privik dass ich mit den Leuten mal nach dem Konzert mal kurz Worte austauschen.

00:14:28: Wie jetzt wir zum Beispiel... Du warst gestern da und ich weiß was du auch mal nach einem Konzerten erzählt hast wie begeistert du warst!

00:14:34: Und das bedeutet mir natürlich viel und das ist noch ein Vorteil von Berlinistan, wie du beschrieben hast.. Ist es so

00:14:41: divers?!

00:14:42: Und man kann Feedback von Menschen haben, die jetzt jünger als ich oder älter als sich.

00:14:47: Oder jede Art von Denken, Glaube, Philosophie, Hintergrund ist.

00:14:51: alles dabei, Arby's Set und das ist sein Privileg.

00:14:54: Super schön!

00:14:55: Das war auf jeden Fall eine richtig schöne, richtig schöne Atmosphäre.

00:14:59: Jetzt zoomen wir mal so ein bisschen raus vom Konzert gestern hin zu deiner Praxis, deiner künstlerischen Praxis... Ich habe inzwischen schon mehrere Programme gesehen Teilweise mit einem Tänzer, dann mal mit einem Bass Solisten.

00:15:18: Also einem Sänger, mit dem du aber auch performativ viel in Austausch gegangen bist dieses Jahr bei den Händelfest spielen und du nimmst immer dir die Freiheit, dich sehr viel zu bewegen.

00:15:28: also das Vergott als dein Solo Instrument, dein Liedinstrument als Bandlieder sozusagen ist ja sowieso erstmal schon mal ungewöhnlich als das leitende Instrument des Ensembles.

00:15:40: und dann auch noch die große Freiheit, mit der du dich bewegst und viel Bewegungsimprovisation eigentlich einbaust.

00:15:48: Das ist ja wirklich nicht Teil der klassischen Ausbildung.

00:15:51: stelle ich mir so vor wenn man an den Musikhochschulen dieser Welt vergott studiert, ist es nicht per se die Rolle für die du sozusagen trainiert wirst.

00:16:00: Deswegen interessiert mich total wann hast dir diese Freiheit genommen, das jetzt einfach anders zu definieren.

00:16:08: Das Vergotsspiel und deine künstlerische Rolle auf der Bühne?

00:16:12: Dazu die Antwort hast du dir selbst gegeben als du das Wort genannt hast, Rolle!

00:16:19: Damit beginnt das... Als ich in Istanbul Conservatorium vergut studiert habe, haben meine Professoren entschieden welche Lieder wir mal eben vorbereiten für die Abschlusskonzerte jedes Jahr

00:16:31: usw.,

00:16:32: die waren anstrengend Die waren für mich Fremdkörper.

00:16:36: Ich war nervös, ich war auf der Bühne nervös obwohl ich nur von sieben köpfigen Jury spielen musste oder mal Schülerkonzertsaal mit vielleicht zwanzig Gäste die alle meine Schulfreunde sind.

00:16:49: aber dann war ich nervös.

00:16:52: Nach dem Abschluss habe ich gesagt ok jetzt bin nicht mehr von den Lehrern geführt sondern ich stehe jetzt auf meinen eigenen Füssen.

00:17:02: Ich habe gesagt, ich möchte dann nur auf die Bühne gehen wenn ich selber etwas zu sagen habe.

00:17:09: Nicht die Stücke die jetzt vielleicht für Gott komponiert sind aber mich emotional nicht bewegen oder intellektuell nicht entwickeln.

00:17:21: Die waren vielleicht ein Zeitgeist und für mich persönlich für jemanden der heute lebt nicht unbedingt relevant.

00:17:32: Schon sehr früh in meinem Teen-Jahren habe ich mich in elektronischer Musik verliebt und in meinen Istanbul Jahren.

00:17:41: Ich habe alle Ray Partys mitgemacht, Konzerte, Clubleben, Urbanen, Einfußwahl auf die Nachleben ist Istanbul und einfußwar tagsüber Konservatorium und die Staatsoper wo ich zweites Vergut gespielt habe auch.

00:17:57: Und dann kam ich nach Berlin.

00:18:01: Und als ich an der UDK weiter studiert habe, habe ich langsam angefangen.

00:18:06: Wahrscheinlich auch wegen Vermissten meiner alten Freunde, Clubber-Freunder in Berlin mit dem Vergott nach elektronischer Musik zu machen und experimentieren und ging die Reise nach New York und das Programm war sehr offen – an Juilliard!

00:18:25: Ich habe mir Klassen genommen aus Musiktechnologie, Elektronikmusikkomponieren aber auch alte Musik.

00:18:31: Mein Abschluss war eine Elektro-Barockoppa die ich selbst komponiert habe und schon dort kam das Projekt Musiker Sequencer in mein Leben als Schulprojekt.

00:18:42: Das war alles organisch.

00:18:43: das hatte alles sehr viel zu tun wer ich selber bin.

00:18:49: daher war auch elektronische Musik in meiner Karriere nicht beruflich eingeladen sondern Ein Teil von mir, es liegt in meinem DNA.

00:18:57: So wie auch die Barocke und die Klassische.

00:19:00: Und habe ich bemerkt so lange dass ich auf der Bühne bin mit meinen eigenen ausgewählten Tracklist-Programmen?

00:19:10: Ich bin nicht nervös!

00:19:11: Ich fühle mich wie in meinem eigenen Wohnzimmer.

00:19:14: Ich fühles mich wie Host und die Gäste sind dann von mir quasi eingeladen und wir sind da eins... ...und Es war erstaunlich!

00:19:23: Meine Arbeit war einfacher.

00:19:26: Ich hatte einen Fagot, ich spiele alles auswendig.

00:19:29: Das ist kein Reparatur fürs Fagott.

00:19:32: Alles gleichzeitig beim Tanzen bewegen leiten ohne Dirigentfunktion zu sein.

00:19:38: Ich bin mit meinen Musikern auf der Bühne auf eine sehr isoterische Ebene verbunden.

00:19:43: wir kommunizieren mit Augen manchmal sogar nicht so gucken mit unserer fast eine unsichtbare Sprache dieser Connection und das ist einfacher als ein Vivaldi-Konzert oder Mozart Konzert vor einem siebenköpfigen Jury mit Klavierbegleitung zu spielen, wobei ich die Noten auch mal von mir hatte.

00:20:09: am Pult und Lesen und Spielen war ich mehr nervös als für tausend Leute.

00:20:16: Open Air Leipzig Marktplatz International Bar Festival Leipzig.

00:20:24: Ist viel einfacher für mich!

00:20:26: Weil da bin ich selbst, es ist keine Rolle.

00:20:30: Da bin ich

00:20:30: Burak.".

00:20:33: Das ergibt total Sinn?

00:20:34: Also wenn man das jetzt hört dann passt es auf jeden Fall mit dem zusammen was man finde auch als Publikum erlebt.

00:20:39: aber es ist total schön zu hören und das heißt es war nicht so ein Durchbruch sondern es war eigentlich eine fließende Entwicklung von Berlin.

00:20:51: und dann zu Juli hat immer mehr und mehr diese Freiheit zu nehmen und dein eigenes Ding zu machen.

00:20:57: Absolut, ja.

00:20:59: Schön!

00:21:01: Ich habe bei Social Media gesehen... also du bist ja musikalischer künstlerischer Leiter, Fagotist und auch Komponist Und jetzt hab ich gesehen dass Du die Filmmusik für Identity gemacht hast.

00:21:15: Darfst Du darüber reden?

00:21:16: Natürlich!

00:21:18: Und veganen!

00:21:19: Geil!

00:21:20: Okay weil ich hab Identity sehr gerne gelesen.

00:21:25: Also ein Roman von Mito Sanyal, meine Büro-Buddy in meinem Co-Working Space ist eine literarische Übersetzerin.

00:21:32: Die hat diesen Roman ins Dänische übersetzt und deswegen haben wir auch sehr viel über den Roman gesprochen während es übersetzt hat weil sie natürlich immer mal wieder gefragt hat wenn Wörter besonders schwierig waren zu übersetzen.

00:21:43: und dann habe ich mich irgendwie diesem Buch auch nah gefühlt und hab dann über deinen Instagram Kanal gesehen dass das einen Film überhaupt geben wird war mir vorher gar nicht klar Und ich bin total gespannt zu hören, was du dafür Musik für geschrieben hast und auch ob du schon mal für ein Filmmusik komponiert hast oder ob das auch für dich jetzt etwas Neues ist.

00:22:04: Also ich habe schon einige Filmmusikerfahrungen als Komponist.

00:22:08: Ich habe mit wunderbaren Kollegen zusammengearbeitet darunter Karim Einos, wir haben zusammen für alte Velasquez-Dokumentar gemacht.

00:22:19: die Musik ist von mir und Musiker Sequencer hat live gespielt und die war dann auch später in Gran Palais Paris in den Ausstellungswerk.

00:22:28: Und dann habe ich dann Asla Özgiz zusammengearbeitet bei ihrem Film Live Long, die war auch bei der Berlinale Panorama.

00:22:35: Und jetzt Identity ist von Randa Sharundt – es ist ein wunderschöner Film!

00:22:43: Ich kannte das Buch als Name.

00:22:47: Gott sei Dank habe ich das Buch bis wir zu diesem Film gekommen sind nicht gelesen weil als ich das Drehbuch natürlich erhalten habe, ziemlich früh und hatten wir ein Zoom-Meeting mit der wunderbare Regisseur Miranda Schachun und Team von Razer Film.

00:23:04: Sie haben mir gesagt Wir stellen uns vor, dass einige Szenen choreografisch zu erzählen Mit Tanz und Bewegung Und für diese Szenes musste der Filmmusik nach Drehbuck komponiert werden wie in der Oper.

00:23:20: Ich hatte sozusagen einen Libretto Und dann komponiere ich, besitze ich die Längen und das Tempo.

00:23:26: Das hat mir so eine Freiheit gegeben.

00:23:28: Es war eine wunderschöne Zeit mit diesem Stoff zu beschäftigen.

00:23:32: Alleine war ich total sold von dem Titel Identity.

00:23:37: Ist so stark in meiner Arbeit!

00:23:40: Mit Musiker Sequencer oder selbst.

00:23:43: Dann kam jetzt Filmanfrage aber es ist auch Identity und das war phänomenal habe ich erst angefangen, natürlich für diesen Tanzszenen zu komponieren und dann haben sie diese Szenen fast wie eine Musikvideo nach Musik gedreht.

00:24:01: Also Leute hatten in Ears und wir hatten mal BPM's und sehr feste Bewegungen und so weiter und es war eine spannende Herangehensweise.

00:24:10: Es war sehr innovativ, sehr kreativ Und vor Kurzem hatte mir im Juni auch beim International München Film Festival die Premiere und danach auch bei dem Rio Film Festival.

00:24:21: Und jetzt kommt es im Kinostalt in Deutschland am zwölften November.

00:24:25: und eine gute Nachricht darf ich jetzt auch sagen.

00:24:29: Und zwar die Filmmusik kommt als Album, das Soundtrack wird am sechsten November so genau eine Woche vor dem Kinostal international veröffentlicht.

00:24:39: Wow richtig cool!

00:24:41: Das klingt echt total besonders weil sonst ist ja schon oft so wie ich's verstanden habe dass Musik recht spät im Prozess erst komponiert wird, wenn der Film sogar schon geschnitten ist und du dann wirklich auf die Frames quasi die Musik passend machen musst.

00:24:55: Absolut dass wer hier das Stand hat, aber jetzt wir eben diese Tanzdienen mal mit Musik drehen wollten Daher habe ich dann für diese Szenen da mal schon sehr viel voll

00:25:04: komponiert.

00:25:05: Schön, ja das ist natürlich total reizvoll!

00:25:07: Dann kannst du dich mehr austoben.

00:25:09: und wie was würdest du sagen?

00:25:11: Ist es so stilistisch?

00:25:12: mit welchen Mitteln hast Du gearbeitet?

00:25:15: Wir haben sehr viel natürlich mit den authentischen indischen Instrumenten gearbeitet.

00:25:18: also für die Menschen die diesen Film noch nicht kennen möchte ich sie jetzt nicht soviel erzählen aber indischer Wohlzonen sind auf jeden Fall essentiell hier in dem Thema eine Rolle und deswegen hab' ich das Ensemble jetzt mit Zitar, Boxtump Pura Bansori, Flöte, Tabla und indischen Schlagzeuginstrumenten sowie meinen Feldaufnahmen elektronischer Musik- und Streicher besetzt.

00:25:40: Und Musiker Sequencer hat die Aufnahme live gespielt und wir haben auch eine Szene mit.

00:25:45: der wunderbare Rapperin Sangerin Sabina Setlor singt in dem Film auch ein Song, die jetzt für diesen Film von mir komponiert wurde.

00:25:53: es ist auch sehr spannend geworden Ja und die Aufnahmen sind schon sehr viel auch im Vorfeld, zum Teil in Köln.

00:26:01: Auch in Berlin stattgefunden Und wir haben in dem Prozess auch mal dann weitere Stücke dann eben komponiert.

00:26:08: Einige Musik ist dann auch mal so ein Bild komponniert auch das hat mir auch Mal auf dem laufende.

00:26:14: insgesamt sind sie zwanzig Tracks und ich bin sehr sehr enttusiastisch.

00:26:19: Jetzt waren sie nicht happy und aufgeregt, dass wir das endlich jetzt mit der Welt teilen werden.

00:26:25: Cool!

00:26:25: Ja,

00:26:26: d.h.,

00:26:26: wir zeichnen jetzt auf drei Wochen vor diesem Album Release.

00:26:29: Wow!

00:26:30: Richtig cool!

00:26:33: Und wie lang war dann dieser ganze Prozess insgesamt?

00:26:36: Wie lange hast du daran jetzt gearbeitet?

00:26:37: Bisschen über einem Jahr würde ich sagen, weil ich sehr free-involved bin... Natürlich, das Drehbuch hatte auch mal einige Optimierungen oder Änderungen künstlerisch.

00:26:48: Die sind auch mal als Team gearbeitet und die Musik dann hat auch mal diese Wege manchmal geführt oder verfolgt ihr nach dem.

00:26:56: Und dann hatten wir natürlich auch die Postproduktionsphase.

00:27:00: und ja ich würde sagen vielleicht drei zehn vierzehn Monate war ich mit dem Projekt unterwegs.

00:27:05: all in Das ist etwas länger vielleicht als normalerweise für den vielleicht sieben oder acht Monate wäre, glaube ich herstandalt.

00:27:14: Aber bei diesem Projekt war ich etwas länger unterwegs und auch sehr gerne.

00:27:19: Schön!

00:27:20: Da bin ich sehr gespannt das dann anzuhören und anzuschauen.

00:27:24: Jetzt habe ich noch so ein bisschen eine Systemfrage.

00:27:29: du machst ja eben schon sehr lange sage ich mal Freire Konzertformate, die über das Klassische, das Publikum sitzt frontal.

00:27:39: Die Musiker insitzen klassisch in schwarzer Kleidung und über das hinausgehen.

00:27:46: Inzwischen ist ja auch bei vielen großen Konzerthäusern und Agenturen das Bewusstsein eingekehrt, dass es interessant und reizvoll ist mehr das klassische Konzernformat aufzubrechen.

00:28:00: Wie beobachtest du das?

00:28:01: Als jemand, der das eigentlich schon so ganz lange macht ist jetzt dadurch irgendwie die Nachfrage an deinem Programm gestiegen?

00:28:10: oder wie beobachtetst du diese Entwicklung auch selber als Publikum wenn du selbst auch in andere Konzerte gehst.

00:28:16: Wie nimmst du das wahr, die Entwicklung?

00:28:19: Ja natürlich, weil ich auch mal sehr viele Sachen anschaue sehe dann eigentlich die Welt ist viel offener und freier geworden.

00:28:28: Jetzt ist es nicht mehr ein Thema das barocke Musik mit Elektronik zusammengestellt wird.

00:28:33: oder in einem Konzertprogramm haben wir mal klassische Komponisten aber auch mal Volkskomponistinnen oder anonyme Stücke die als Volkslieder bezeichnet sind.

00:28:43: Es ist jetzt in den Zeiten wie er langsam diese Schubladen brechen und die Grenzen werden immer durchsichtiger, dünner und schmaler.

00:28:54: Es bedeutet nicht dass wir jetzt klassischer Konzerterlebnis schlechter finden.

00:28:59: es bedeutet nicht eine ist besser als die andere!

00:29:01: Es ist auch keine Alternative für die andere.

00:29:03: das sind alleinstehende Werke und es ist so schön dass wir dieser Wundheit des Spektrum so annehmen wie es ist, ohne die miteinander zu vergleichen.

00:29:14: Dann dann ist das glaube ich sehr gut weil ich persönlich auch total schön finde wenn ich einmal zu einem Konzerthaus gehe ein klassisches symphonisches Werk wirklich wie es komponiert und einmal von vorne bis Ende aufgeführt und wahnsinnigen Qualität.

00:29:34: Publikum dann sitzt auf den Sitzplätzen, die sind vielleicht nicht auf der Bündnis.

00:29:39: Es ist alles mehr klassisch gestaltet und ich genieße das auch natürlich wenn es gut gemacht ist.

00:29:44: Das ist die Frage von jetzt wir haben mehr Auswahl?

00:29:49: Und es menu ist einfach erweitert worden!

00:29:51: Und das ist schön dass die Entwicklung ist wunderbar Es gefördert die andere auch nicht.

00:29:58: Das es gibt Raum, es gibt Publikum für alles und ich sehe schon wie du vorher gesagt hast bei meinem Konzerten dann mehr vielleicht POC, mehr Queer, mehr Alltagsgemicht und mehr kulturell gemischt weil meine Ensemble arbeitet selber ja interkulturell.

00:30:16: deswegen sprechen wir mal auch viele verschiedene Menschen an.

00:30:23: Aber das ist jetzt auch keine Gefahr für die andere?

00:30:29: Ja, das ist ein guter Punkt.

00:30:31: Weil es natürlich wirklich auch immer Leute gibt, die doch Angst haben dass es dann eine Gefahr ist für andere traditionelle Formate.

00:30:40: aber ich denke auch das kann alles nebeneinander existieren.

00:30:43: Absolut!

00:30:45: Dann vielleicht als letzte Frage was steht bei dir nächstes Jahr an?

00:30:50: wir sind jetzt zum Jahresende.

00:30:52: wenn man in Saison denkt, okay die neue Saison beginnt.

00:30:56: Ja wie blickst du auf jetzt die kommende Saison das nächste Jahr?

00:30:59: Was passiert Spannendes.

00:31:00: was du schon verraten kannst?

00:31:03: Was ich schon verrate kann ist erstens bin ich nächster Woche im Jersey auf Jersey Insel für eine Albumaufnahme namens Jacob Moss und dass es für Klavier und Vergot Und dabei sind die impressionistische, moderne und spätromantik-Wakel.

00:31:22: Ich gehe mich mit meinen eigenen Kompositionen für diese Duettbesetzung und mit dem Projekt.

00:31:29: dann werden wir ab nächstem Jahr oder nächsten Saison Unterwegs sein, eine sehr kleine Besetzung.

00:31:38: Die Aufführungsformat ist noch nicht entschieden ob da Videografie dabei ist oder was für ne Räume wir da mal ansprechen wollen aber auf jeden Fall für mich eine total exotische Klangfarbe.

00:31:50: Fagott und Klavier klingt üblich aber für mich persönlich ist es ein totale fremde Klang-Farbe und darauf freue ich mich sehr.

00:32:00: Sampling Barog bekommt zwei neue Episoden.

00:32:04: Einmal Sampling-Barock Telemann wird bei Magdeburg-Telemann Festtage die Weltpremiere feiern und actundzwanzig kommt Samplingbarock Purcell als Album raus von Pentaton, das kann ich auch schon mal ein bisschen sagen.

00:32:20: also wir werden dann mit der Genre Electro Barog und Entwicklung des Projekts Sampling barog jetzt weiter für forschen und entwickeln und produzieren.

00:32:31: Darauf freue ich mich auch sehr, dass es weiter seine Wege finden.

00:32:36: Und was du gestern erlebt hast, Panorama wird uns auch in dem nächsten Jahr weiter begleiten.

00:32:44: Das Projekt wird dann auch mal nach gestrigen Performance weiterwachsen.

00:32:49: Dann danke ich dir ganz herzlich für den schönen Empfang hier und für dieses wunderbare Gespräch.

00:32:54: Ja, danke, dass du mich eingeladen hast!

00:32:57: Es war ein wunderschönes Gespräch!

00:32:58: Vielen Dank!

Über diesen Podcast

Im Podcast "Offene Ohren" stellen wir Fragen rund um das Thema Musik und Diversität. Interviewt werden Musiker*innen, Veranstalter*innen, Wissenschaftler*innen und andere Kulturschaffende. Moderiert und produziert wird "Offene Ohren" von der Journalistin und Musikerin Neneh Sowe, der Sprachwissenschaftlerin Luise Rauer, der Journalistin Eva Morlang und der Sängerin Rosa Rau.

Design und Illustration: Tatiana Pinzón

von und mit Neneh Sowe, Luise Rauer, Eva Morlang, Rosa Rau

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